Meine Philosophie
Mit Lust am Spiel und Liebe zu den Figuren, die ich spiele, möchte ich meinem Publikum Freude
bereiten. Ich möchte Menschen berühren, mit Haut und Haaren; es soll ihnen ein Schauer den
Rücken runterlaufen, sie sollen von Herzen lachen, mit Feuer und Flamme dabei sein.
Diese Arbeit muss sich immer wieder intensiven Feedback-Prozessen stellen, in denen die Wirkung
überprüft wird. Das ist manchmal hart und mit großer Anspannung vor einer Performance
verbunden. Dann spüre ich eine Last auf meinen Schultern, die Angst in der Magengrube, das Lampenfieber
auf den Wangen. Die Knie werden weich, der Mund trocken und alles drückt dann auch
noch auf die Blase.
Ist es gelungen, zu überzeugen, fällt der berühmte Stein vom Herzen.
Ist noch viel nachzubessern, macht sich auch schon mal Frust breit.
Hier liegt die Chance zur Weiterentwicklung. Wie steht es um meine Kondition und Motivation,
meinen Spaß am Spiel?
Mein Repertoire kann sich jetzt erweitern.
Wer teuflisch gut sein will, muss in Kontakt treten mit seiner teuflischen Seite. Stärke ist auch immer gleichzeitig Schwäche.
Wenn wir mit unseren Hemmnissen in Kontakt treten, nutzen wir sie als Kraftquelle, festgefahrene
Auftrittsmuster brechen auf diese Weise auf. Werden wir uns Routinen bewusst, können wir
sie ergänzen, verändern, unsere Möglichkeiten erweitern.
In Schauspielerkreisen gibt es den Ausdruck »Rampensau«. An der Rampe stehen, im Rampenlicht
stehen erfordert immer auch den Kontakt mit der »Sau« in Dir! Es gilt Hemmnisse zu überwinden,
mich selbst in den Mittelpunkt stellen, aus der Masse heraustreten. Wer im Licht steht,
ist zu sehen – für die Fans genauso wie auch für die Kritiker!